Von einer Trainingsform hin zum Lifestyle
Warum Pilates längst mehr als nur ein Training ist
Pilates steht für eine Form der Bewegung, die sich bewusst vom leistungsorientierten Fitnessgedanken absetzt. Jede Bewegung ist kontrolliert, jede Wiederholung verlangt Konzentration. Es geht weniger darum, sich auszupowern, als darum, bei sich selbst anzukommen.
Gleichzeitig hat sich rund um Pilates eine neue Studiokultur entwickelt: bewusstes Raumdesign, kuratierte Playlists und eine Community, die Bewegung nicht nur als Sport versteht, sondern als Teil eines bewussten Lebensstils.
Mit The Studio hat Anja Dierkes in Münster genau einen solchen Ort geschaffen.
„Ich bin tatsächlich erst durch meine Schwangerschaften zum Pilates gekommen, weil ich vorher durch mein Sportstudium viel fitnessorientierteren Sport gemacht habe. Ich musste mich immer total auspowern, um das Gefühl zu haben, ich habe wirklich Sport gemacht. In den Schwangerschaften war man automatisch beschränkter in seiner Sport-Auswahl. So habe ich dann zu Pilates gefunden und es hat mich total fasziniert, wie der Sport so wohltuend für den Körper ist.“ (Anja Dierkes)
Der Zugang zu Pilates ist oft ein persönlicher. Nicht als Trend, sondern als Verschiebung im eigenen Verständnis von Bewegung.
„Die Idee für The Studio ist vor allem in der Elternzeit entstanden. Ich habe in der Zeit neben diesem ganzen Alltagstrouble des Mutterseins auch Zeit für mich gebraucht und wollte mehr eintauchen in die Sportart. Irgendwie entstand dann die Idee The Studio zu eröffnen. Ich hatte das Gefühl, dass es zu wenig Angebot für Mütter und Frauen gibt, die in meiner Situation waren. Ich wollte gerne das, was mir guttut, weitergeben und andere Frauen daran teilhaben lassen.“ (Anja Dierkes)
Aus persönlicher Erfahrung wird ein Wohlfühlort, der sich mit Training verbinden lässt.
„Ich glaube das Sportbewusstsein der Menschen heute geht viel weiter über das Training hinaus. Man möchte, dass es ästhetisch ist, dass man sich wohlfühlt, dass man in einer Gemeinschaft ist und dass man einen Raum hat, wo man einfach mal vom Alltag abtauchen kann. Und dies schafft man, glaube ich, vor allem mit Wohlfühlatmosphäre. Das zu kombinieren war mir wichtig.“ (Anja Dierkes)
Die Verbindung von Bewegung und Raum prägt viele Studios dieser neuen Generation. Es geht nicht mehr nur um körperliche Aktivität, sondern um ein Umfeld, das Konzentration ermöglicht.
„Es geht darum, sich Zeit für sich zu nehmen und sich auf sich zu konzentrieren. Ich finde, dass Pilates sich da super eignet, weil Pilates von den Grundprinzipien auch genau das beinhaltet. Es geht um Kontrolle, es geht um Präzision und das funktioniert nur, wenn du wirklich bei dir selbst bist. Ich glaube, dass sich dieses Bewusstsein der jungen Frauen verändert hat, gesunden Lifestyle zu führen, was für sich und seinen Körper zu machen, aber auch etwas für seinen Mental Load zu tun. Pilates verbindet diese beiden Aspekte so schön. Man ist auch gar nicht in diesem Leistungsgedanken: schneller, höher, weiter, besser. Ich finde es schön, dass der Vergleich mit anderen bei Pilates gar nicht im Vordergrund steht. Du bist bei dir auf der Matte, oder bei dir auf dem Reformer und schaust nicht nach links und rechts, sondern es geht um dich und du machst das, was du heute schaffst.“ (Anja Dierkes)
Auffällig ist dabei, dass sich aus dieser Haltung fast automatisch eine Community entwickelt.
„Ich beobachte das immer mehr, dass sich im Studio auch wirklich Freundschaften entwickelt haben. Die freuen sich, wenn sie sich sehen und quatschen nach der Stunde und tauschen sich aus. Und was ich total toll finde ist, dass wir die Frauen über ihre Lebensphasen hinweg begleiten. Wir haben auch bewusst den Raum sehr klein gewählt. Wir haben 7 Reformer und das macht es möglich, dass wir wirklich jeden im Blick haben und in seinem Tempo begleiten können. Das macht es auch nochmal familiär.“ (Anja Dierkes)
Auch über das Training hinaus zeigt sich die neue Studiokultur in kleinen Details. Accessoires wie Grip Socks sind längst mehr als nur funktional. Die Verbindung aus Performance und Design findet sich auch in Labels wie grippyglow wieder.
„Grip Socks sind bei Pilates ein kleines Detail mit großer Wirkung. Sie geben Stabilität, Komfort und unterstützen die präzise Kontrolle der Bewegungen. Gleichzeitig sind sie längst Teil des Pilates-Lifestyles geworden - ein Accessoire, das Funktion und persönlichen Stil verbindet.“ (Lisa und Marc von grippyglow)


Für Leserinnen von Forward Woman stellt grippyglow einen exklusiven Code zur Verfügung: FORWARDWOMAN15
Vielleicht liegt genau darin die Entwicklung der letzten Jahre. Pilates ist weniger ein Gegenentwurf zum klassischen Training als vielmehr eine Weiterentwicklung - hin zu mehr Bewusstsein, mehr Präzision und einer anderen Art, den eigenen Körper wahrzunehmen.
„Ich bin gewachsen - das finde ich so schön. Ich habe selbst das Gefühl, man ist aufgerichtet, man ist stolz, man ist selbstbewusster.“ (Anja Dierkes)
Am Ende geht es nicht um Leistung, sondern um das Verhältnis zum eigenen Körper. Darum ist Pilates für viele längst mehr geworden als ein Training, es ist eine Haltung, die bleibt.



